iQ.Suite und Cisco ESA: Mehrstufiges E-Mail-Quarantänesystem für Microsoft 365

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Über GBS Europa GmbH
GBS ist ein anerkannter und mehrfach ausgezeichneter deutscher Hersteller von modularen E-Mail-Sicherheits- und Managementlösungen mit über 34 Jahren Erfahrung. Unsere Produkte verbinden zuverlässigen Schutz mit Governance, Risk & Compliance (GRC) und helfen Unternehmen, Risiken zu minimieren sowie gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben sicher einzuhalten. Weltweit vertrauen mehr als 2.000 Kunden und 2 Millionen Anwender auf die stabile, skalierbare und flexible Technologie „Made in Germany“. 



Cisco ESA: Bewährter Schutz mit Optimierungsbedarf bei der Nachbearbeitung

Cisco ESA (Email Security Appliance) zählt zu den etablierten Secure Email Gateways und wird in vielen Unternehmensinfrastrukturen vor dem internen Netzwerk eingesetzt. Die Appliance übernimmt zentrale Sicherheitsaufgaben wie Spam-Filterung, Malware-Erkennung und Reputationsprüfung, um interne Systeme vor Bedrohungen zu schützen.

Eine strukturelle Herausforderung bleibt jedoch bestehen: Bestimmte Aufgaben von Cisco ESA erfordern eine Interaktion mit den Endbenutzern. Administratoren können problemlos auf die vorgelagerte Appliance zugreifen – Benutzern wird dieser Zugriff aus Sicherheitsgründen jedoch verwehrt.

Da die automatisierte Bedrohungserkennung von Cisco ESA selten fehlerfrei arbeitet, muss ein Teil der Nachrichten manuell nachbearbeitet werden. Diese Nachbearbeitung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Administratoren und Benutzern – und bindet in vielen Unternehmen erhebliche zeitliche Ressourcen der IT-Abteilung.


 

Die Lösung: iQ.Suite als Ergänzung zu Cisco ESA

Die Kombination aus Cisco ESA und iQ.Suite ermöglicht den Aufbau eines mehrstufigen Quarantänesystems, das genau an dieser Schwachstelle ansetzt. Dazu werden die Prozesse auf der Cisco ESA angepasst:

  • Klar erkennbare Bedrohungen werden bereits auf der Cisco ESA gelöscht oder blockiert.
  • Übrige verdächtige Nachrichten werden lediglich markiert und an das interne Mailsystem (Microsoft 365) weitergeleitet.
  • Idealerweise nutzt Cisco ESA dabei verschiedene Markierungen, die zu den jeweils nachgelagerten iQ.Suite-Prozessen passen.

Vertiefende Analyse durch iQ.Suite

Die von Cisco ESA markierten E-Mails werden anschließend von iQ.Suite weiterverarbeitet. Dabei lassen sich Informationen einbeziehen, die außerhalb des internen Netzwerks nicht gespeichert werden dürfen – etwa eine Prüfung der Absenderadresse gegen eine Liste aus dem CRM-System.

 

iQ.Suite verfeinert so die Kategorisierung, die Cisco ESA vorgenommen hat, und erleichtert die Bearbeitung der gestoppten Nachrichten erheblich. Die kategorisierten Nachrichten werden anschließend einer oder mehreren Quarantänen zugeordnet, während eindeutig harmlose E-Mails direkt in die Postfächer der Benutzer zugestellt werden.


 

Flexible Quarantäne-Struktur: Technisch unbegrenzt

Die Anzahl der Quarantänen in iQ.Suite ist technisch unbegrenzt. So lassen sich – aufbauend auf der Vorfilterung durch Cisco ESA – Quarantänen für bestimmte Organisationseinheiten, Standorte oder Prozesse bilden, was die Verwaltung erheblich erleichtert.

Architekturdiagramm: Mehrstufiges E-Mail-Quarantänesystem mit Security Appliance und Microsoft 365 iQ.Suite – von der eingehenden Nachricht bis zu rollenbasierten Quarantänen

Granulares Berechtigungskonzept: Das richtige Zugriffslevel für jeden

Die Zugriffsrechte lassen sich für jede Quarantäne separat konfigurieren – auf Basis individueller Benutzer oder Gruppen aus dem Entra Directory. So entsteht in Kombination mit der Cisco ESA-Vorfilterung ein abgestuftes Zugriffskonzept:

Eine beispielhafte Sektionierung:

Level Zugriffsumfang
Administrator-Level Vollzugriff
SOC-Level Sicherheitsrelevanter Zugriff
Service Desk-Level Inhaltsbezogener Zugriff
Internal Audit-Level Nur-Lese-Zugriff
User-Level Self-Service unterhalb von Sicherheits- und Inhaltsebene

Insbesondere bei der Verwaltung individueller Spam-Nachrichten und False Positives aus der Cisco ESA-Spam-Erkennung können Benutzer auf diesem Weg eigene Block- und Allow-Listen pflegen.


Automatische Benachrichtigungen für alle Bearbeiter

iQ.Suite kann Benachrichtigungen versenden, sobald neue, von Cisco ESA markierte E-Mails in eine Quarantäne eingestellt werden. Diese lassen sich flexibel konfigurieren – entweder als Einzelbenachrichtigung je Mail oder als periodischer Summary Report.


Fazit: Cisco ESA und iQ.Suite entlasten die IT gemeinsam

Durch die Kombination von Cisco ESA als vorgelagertem Schutzschild und iQ.Suite als intelligenter Nachbearbeitungsschicht wird die Bearbeitung an die Anwender verlagert. Prüfprozesse werden effizienter, Bearbeitungszeiten kürzer. Die deutliche Entlastung der IT-Administratoren hilft, in Zeiten des Fachkräftemangels die vorhandenen Mitarbeiter effizienter einzusetzen.



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Wir zeigen Ihnen, wie sich ein mehrstufiges Quarantänesystem mit iQ.Suite und Cisco ESA in Ihrer bestehenden Infrastruktur umsetzen lässt – abgestimmt auf Ihre Prozesse und Organisationsstruktur.

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Autor*In

Jochen Hesse - Senior Principal Consultant, GBS Europa GmbH

Jochen Hesse

Jochen Hesse verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Umsetzung und Betreuung von Enterprise-IT-Lösungen. Mit seiner technischen Expertise und seinem Praxisfokus entwickelt er plattformübergreifende Lösungen im Microsoft- und Domino-Umfeld und sorgt für deren stabile Integration in komplexe Unternehmensstrukturen.
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